Kirche und Gemeinde - Geschichtliches

Die Kirchengemeinde Gellershausen

Organisatorisch gehörte Gellershausen vor der Reformation zum Archipresbyteriat Bergheim, zum Archidiakonat St. Peter in Fritzlar und zur Diözese Mainz.

Die ersten schriftlichen Nachweise eines kirchlichen Lebens aus Gellerhausen finden wir in einer Notiz über die Einführung der Reformation aus dem Jahr 1535. Mit dieser Maßnahme wird Gellershausen Teil der Pfarrei Hüddingen.

Wie lange diese Zugehörigkeit bestand ist nicht festzustellen, jedenfalls war Gellershausen 1561 Filialort von Bringhausen und gehört ab 1754 zum Kirchspiel Kleinern.

 

Die Gellershäuser Kirche

Die erste Kirche in Gellershausen war wahrscheinlich eine aus Holz gebaute Kapelle an derselben Stelle, wo heute auch die Kirche steht.

Wenn es auf dem Hügelsporn, der heute die Kirche trägt, einmal einen Adelssitz gegeben hat, ist es möglich, dass dieser eine Eigenkirche hatte.

Von einem romanischen Bau aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts ist das Mauerwerk des Chors erhalten. Er hat eine quadratische Grundfläche. Als letzter außen sichtbarer Rest ist ein Chorfenster erhalten, welches heute zugemauert ist.

Das langgestreckte Schiff wurde im 14. Jahrhundert erbaut und teilweise barock verändert.

Im Inneren sind Chor und Schiff heute zu einem einheitlichen, flach gedeckten Raum zusammengefasst. Reste, an denen die ursprüngliche Trennung der Räume zu erkennen ist, sind einmal die Vorlagen in den Ecken des Chores – im Westen einfach, im Osten doppelt – und der durch Putz ausgeglichene Breitenunterschied, der nur noch im Norden ins Auge fällt.

Natürlich musste die Kirche mehrmals renoviert und ausgebessert werden. Im Außengiebel des Chorraumes ist anlässich einer dieser Maßnahmen die Jahreszahl 1931 vermerkt.

Im Gestühl findet sich z.T. flach geschnitztes Beschlagwerk. In einem dieser Beschlagwerke steht die Jahreszahl 1668. Die Empore stammt wohl aus der gleichen Zeit.

Die heutige Orgel mit ihren vier Registern und dem angehängten Pedal wurde 1973 in ein älteres Gehäuse eingebaut.

Die beiden Glocken wurden 1912 (Bronzeglocke) und 1922 (Stahlglocke) gegossen.

Der Anbau der Leichenhalle durch die politische Gemeinde erfolgte 1970.

 

Quellen:

Waldeckischer Geschichtsverein (Hg.), Gellershausen, Waldeckische Ortssippenbücher Band 62, Bad Arolsen 1998.

 

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